Foto vom Eingangsbereich KulturladenHörde

Wir über uns – Der Laden

Die Interessengemeinschaft „KulturQuartierHörde“ ist der lose Verband der Hörder Künstler und Künstlerinnen.

Erstmalig hat Annette Naudiet 2006 die hiesigen Kreativen an einen gemeinsamen Tisch geholt, ein Jahr danach wurde das erste „Hörder Sehfest“, die offenen Ateliers von Hörde, ins Leben gerufen. Seitdem findet dieses Event jährlich Ende Oktober stattbesteht ein monatlicher Kunsttreff zum geselligen Austausch und zur Planung weiterer Aktionen. Dieses ist in der gegenwärtigen Situation leider nicht möglich.
Die Mailliste der zu informierenden Künstler*innen umfasst 50 bis 60 Teilnehmer*innen. Ein Teil von diesen sind sicherlich eher hobbymäßig dabei und werkeln in ihrem Wohnateliers, was nichts über die Qualität ihrer Arbeit aussagt. Viele von unseren Hörder Künstler*innen haben allerdings inzwischen auch überregionales Renommee, leben ausschließlich von ihrer kreativen Arbeit in eigenen Ateliers in Seitenstraßen oder Hinterhöfen – weitestgehend unsichtbar.
Aktiv zusammengehalten und geleitet wird diese Initiative von einem Orga-Team, welches derzeit aus drei Personen besteht: Peter Kröker, seit 6 Jahren dabei; Claudia Eberbach-Pape, assistiert seit 3 Jahren tatenkräftig; und Kirstin Hein bringt sich seit Dezember 2020 zielstrebig ein.
Zusätzlich haben wir in den letzten zwei Jahre vor dem „Sehfest“ eine einmonatliche Bilderschau in den Hörder Schaufenstern organisiert, inklusive einem Charity-Angebot in Kooperation mit der Obdachlosenhilfe BODO.
Das Orga-Team veranstaltete das jährliche „Hörder Sehfest“ mit steigender Tendenz von Ausstellungsorten: 2017 haben sich 15 Teilnehmer*innen auf 13 Standorten eingebracht, 2018 waren es 23 auf 15 Orten, und 2019 verteilten sich auf 20 Orten 34 Künstler*innen. Selbst im vergangen Corona-Jahr, in dem alle Kunstevents reihenweise ausgefallen sind, schaffte unsere Aktion der geöffneten Ateliers noch 28 Aktive an 18 Standorten zu präsentieren.
2019 eröffneten wir für zwei Wochen das „Dezemberzimmer“ in dem ehemaligen Lederwarenchic-Laden in der Friedrich-Ebert-Str.7, wo wir die Kunst von 16 heimischen Künstler*innen anbieten und zur Schau stellen konnten. Letzten Dezember 2020 versuchten wir dies für 4 Wochen wiederzubeleben. Diesmal konnten wir sogar 26 Künstler*innen dafür vereinen. Der Lockdown hat dieses Unternehmen vorzeitig beendet. Seitdem halten wir diese Ausstellung als reine Fensterschau aufrecht; für eine geringere Miete, die aber immer noch eine Herausforderung für uns ist. Um dieser Präsentation eine gewisse Spannung zu geben, gestalten wir die Schau wöchentlich um. Zusätzlich bieten wir derzeit jeden Donnerstag einen Türdienst an. Hier erfahren wir reichlich Zuspruch etlicher Mitbürger und Kunden, die uns positiv bestärken wollen.

Das Dezemberfenster 2020 in der Friedrich-Ebert-Str.7

Der große Laden

Seit Anfang 2021 haben wir die Chance das Ladenlokal in der Alfred-Trappen-Str. 17 zu mieten. Der kleine Laden in der Friedrich-Ebert-Str.7, dient zur Zeit als zusätzliches Schaufenster. Der größere Laden bietet eine doppelte Schaufensterfront und eine Lage direkt in der gut frequentierten Fußgängerzone, was ihn noch interessanter macht. Diesen Laden bespielen die Künstler des KQH nun schon sehr erfolgreich. Die Künstler selber machen die Ladendienste und zeigen und verkaufen ihre Kunst.

Unser Ziel 

Die Hörder Kunst bietet ein reiches Spektrum an Malerei, Graphik, Skulpturen, Fotografie, Design und Vieles mehr. Das betrifft sowohl die vielen Hobbykünstler*innen, aber auch die schon zahlreichen renommierten Künstler*innen, die gemeinsam die kreative Kraft Hördes präsentieren könnten. Unser Ziel ist es der Interessengruppe „KulturQuartier-Hörde“ und damit der Hörder Kunstszene eine dauerhafte Präsenz in der Öffentlichkeit zu verschaffen. Gemeinschafts- oder Einzelausstellungen, durcheinander oder themenbezogen. Gastauftritte: ausgestellt, vorgelesen und musiziert. Wir wollen eine Anlaufstelle schaffen für Informationen und Kontakte, sowohl für Künstler*innen als auch für Interessent*innen und Hörder Kulturstätten wie Haus Rode, Cabaret Queue, TurboPropTheater, Wohnzimmer im Piepenstock uvm. mit hochhalten, und planen einer breiteren Öffentlichkeit auch ein künstlerisches Kursangebot anbieten zu können: Zeichnen, Perspektive, Mosaik, Kalligraphie, UrbanSketching.
Die dauerhafte Präsentation der Hörder Kunst soll die aktuelle Kunstszene transparenter und leichter zugänglich machen. Auch Künstler*innen und Aussteller*innen mit kleinem Budget sollen, ohne großen Aufwand die Chance haben, neben großen und etablierten Einrichtungen sichtbarer zu werden. Und das durchaus für ein erschwingliches Teilnahmeentgeld. Die Finanzierung der Unkosten sollte eher über den Prozentsatz verkaufter Arbeiten finanziert werden. Und über Fördergelder. Denn nicht alle Beteiligten können sich einen monatlichen Beitrag von 50,-€ leisten.
Hierfür brauchen wir eine Räumlichkeit, die uns auf Dauer die Möglichkeit bietet, unsere Art in unserer Heimat repräsentativ einbringen zu können. 
Langfristiges Ziel ist auch, den Verein „KulturQuartierHörde“ als Betreiber des Kunstraums zu gründen. 

Stadtteilnutzen und Effekte

Der Struktur der Innenstädte verändert sich. Durch den ansteigenden Internethandel und klimatisierten Einkaufzentren (z.B.: Thier-Galerie in Dortmund, Neue Mitte in Oberhausen) veröden allmählich unsere Ortsmitten.
Wir wollen und könnten weiterhin einen Beitrag zur kulturellen Attraktivität des Hörder Stadtkerns schaffen.
Durch ein bleibendes und wechselndes Angebot, sowohl in den Ausstellungen und dem Verkauf unterschiedlichster Kunststile und einem zukünftigen Angebot an Mitmach-Aktionen, könnte unsere Kunstgemeinschaft ein vielschichtiges Publikum in den Ortskern ziehen.
Unsere Zielgruppe ist in erster Linie die an zeitgenössischer Kunst Interessierten. Damit könnten wir sicherlich eine Brücke schlagen zu den Anwohner:innen und Besucher:innen des Phoenix Sees. Aber auch die Alteingesessenen, die zum großen Teil nicht so gut betucht sind, dürften an unserem Angebot von niedrigpreisigen Kunststücken, Postkarten, Drucken und Kreativprogrammen Interesse finden (besonders, wenn es uns gelingt, diese sozial gerecht anzubieten). Darüber hinaus gibt es im Umland durchaus viele Kunstliebhaber:innen, die aktiv in der Szene unterwegs sind und regelmäßig Ausstellungen an allen erdenklichen Orten besuchen und sich mit der geeigneten Werbung auch nach Hörde locken ließen.
Unser KulturLaden stellt eine neue Attraktion für die Hörder Innenstadt dar. Mit neuen Formaten, wie zum Beispiel der sehr stimmungsvollen Filmvorführung von „Hörde – mon amour“ im September 2021, im Rahmen der Ausstellung von Jutta Schmidt, kann die Galerie auch zu einem Begegnungsort für Kulturinteressierte werden.